Romana Waller
Die City Managerin Aaraus im Interview
Seit einem Vierteljahrhundert packen die Männer der «Chrampfer-Truppe» dort an, wo helfende Hände gebraucht werden. Beim Oktoberanlass von «Kultur mitenand» – ein Projekt nicht nur für Senioren der Reformierten Kirchgemeinde Zofingen. Im herbstlich dekorierten Kirchenkeller in Vordemwald blickten sie auf bewegende Einsätze, unvergessliche Erlebnisse und eine aussergewöhnliche Erfolgsgeschichte zurück.
Zofingen/Vordemwald Gut 50 Personen trafen sich im herbstlich dekorierten Kirchenkeller Vordemwald zu einem Rückblick auf die Geschichte der «Chrampfer-Truppe». Nach der Begrüssung durch Kirchenkommissionspräsident Franz Guggisberg blickten Heiner Gerber und Bruno Muntwyler mit humorvollen Episoden auf die Arbeitswochen zurück. Zwei Filme von Andi Ruf zeigten eindrücklich die Einsätze in Habkern BE und im Valle Bavona. Ein Wettbewerb und ein feines Vermicelles-Glace-Dessert rundeten den gemütlichen Nachmittag ab.
Initiant der Arbeitsgruppe war Guido Vonäsch, ehemaliger Präsident der reformierten Kirchenpflege Zofingen. Um die Jahrtausendwende entstand seine Idee, das Wissen und die Arbeitskraft von Frühpensionierten dort einzusetzen, wo helfende Hände dringend benötigt werden. Statt Geld zu spenden, sollten die Männer selbst anpacken.
Der erste Einsatz führte die Gruppe 2001 nach Gondo VS, das im Vorjahr durch einen verheerenden Erdrutsch verwüstet worden war. Seither half die «Chrampfer-Truppe» in zahlreichen Schweizer Bergregionen, zuletzt 2025 bei einer Bergbauernfamilie in Habkern.
Von Beginn an unterstützt die Reformierte Kirchgemeinde Zofingen das Projekt finanziell und organisatorisch. Heute vermittelt das Programm «bergversetzer» der Schweizer Berghilfe geeignete Einsatzorte und organisiert die Unterkunft. Die Gruppe vereint Männer verschiedenster Berufe. Was sie verbindet, sind handwerkliches Geschick, Kameradschaft und die Freude am gemeinsamen Anpacken. Auch das gesellige Zusammensein und das «Wort zum Tag» von Pfarrer Burkhard Kremer gehören zu den Arbeitswochen.
Seit 25 Jahren zeigt die «Chrampfer-Truppe», was gelebte Solidarität bedeutet: Zeit schenken, Verantwortung übernehmen und gemeinsam etwas bewegen. Der Anlass in Vordemwald war eine verdiente Würdigung dieses besonderen Engagements.
Bruno Muntwyler
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