Korpskommandant/CdA Benedikt Roos
Der Chef der Armee diskutierte in Lenzburg die aktuelle Sicherheitslage der Schweiz
Im Beisein des Gemeinderates, Delegationen des Kantons und zahlreicher Projektverantwortlicher fiel mit dem Spatenstich am 2. März der Startschuss für die ambitionierte Neugestaltung des Rothrister Bahnhofsplatzes mitsamt intermodaler ÖV-Drehscheibe.
Rothrist Ein kurzer Blick zum Bahnhof Rothrist genügte: Statt regem Zentrumstreiben und einer Visitenkarte für die Gemeinde fristete das Areal rund um den Verkehrsumschlagplatz ein eher trostloses Dasein. Es bestand Handlungsbedarf, wollte man Rothrist, getreu dem Gemeinde-Claim, attraktiv weiterentwickeln. So packte der Gemeinderat bereits im Zeitraum von 2015 bis 2018 das Problem am Schopf, als für das vom Bund getragene Agglomerationsprogramm «Aareland 3. Generation» Massnahmen für die Regionalplanung erarbeitet wurden. Man erläuterte seine Pläne rund um das Bahnhofsareal und hoffte auf eine Finanzierungsbeteiligung seitens Bund und Kanton.
Nachdem diese 2019 ihre Segen für das Projekt gaben, tat es ihnen der Rothrister Souverän gleich. 2021 bewilligte er den Planungskredit, im Folgejahr den Projektierungskredit zur Konkretisierung des Vorhabens. Den Baukredit im Jahre 2023 für das Siegerprojekt des Büros «Balliana Schubert» wies das Stimmvolk mangels Alternativen zunächst zurück, bevor es 2024 eine praktisch unveränderte Version annahm. Die Gmeind sprach rund 9,5 Millionen Franken, von welchen die Gemeinde rund 3,5 Millionen selbst trägt. Der Rest wird von der SBB und über Kantons- und Bundesbeiträge finanziert.
Auch Vizegemeindepräsident und Ressortvorstehender für Bau und Verkehr, Hans Rudolf Sägesser, betonte die Bedeutung des Bauprojektes für das Dorf. Als zentraler Verkehrsumschlagplatz spiele das Areal eine wichtige Rolle in der Innenentwicklung. Durch den Busbahnhof und die zudem entstehenden durchmischten Wohn- und Grundversorgungsangebote soll der Raum rund um den Bahnhof aufgewertet werden. Nicht zuletzt soll die Gemeinde so ein organisches Zentrum erhalten.
Grüsse überbrachte auch Landammann Stephan Attiger. Er stellte zu Beginn klar, dass es sich beim Rothrister Bahnhofsplatz nicht nur um ein Projekt der Gemeinde handle, sondern um eines von kantonaler Tragweite. In Zeiten des Verschmelzens urbaner Räume spiele die öffentliche Verkehrsinfrastruktur eine wichtige Rolle. Besonders in Rothrist, das verkehrstechnisch «im Fadenkreuz» stehe – ein Umstand, von dem der Kanton spätestens mit der Wiggertalstrasse, Abschnitt Nord, ein Lied singen kann.
Im Juni beginnen die Hauptarbeiten. Laut Plan soll der Bahnhofsplatz mitsamt intermodaler ÖV-Drehscheibe im Winter 2027/28 fertiggestellt werden.
Joel Dreier
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