Alfred Stiner
Der Unterentfeldner Souverän gab grünes Licht für den Zusammenschlussvertrag mit Aarau
Donnerstag, 18. Juni 2026
Das 26. Kutteln-Bankett der Initianten Heinz Krähenbühl, Rolf Wullschleger und Bruno Muntwyler lockte die Liebhaber in Massen an. Gedeckt war im schönen Vereinshaus direkt beim Einlauf der Wigger in die Aare für 96 angemeldete Gäste – erschienen sind vermutlich aber 100, was neuer Rekord bedeutet.
Aarburg Die Kutteln waren nach dem Abschmecken laut Vorkoster Hans Wälty, ehemaliger Wirt im Rothrister Restaurant Sennhof, «sensationell», das Wetter sommerlich, der Service durch die NCA-Mitglieder hervorragend und die Stimmung locker und gesprächig.
An der reinen «Männerveranstaltung» wurden 75 Kilo Kutteln – gestreckt mit vielen Zutaten – «verputzt» oder über die Gasse abgegeben. Dem statutenlosen Kutteln-Liebhaber-Verein gehören aktuell just 147 Personen an. Dazu Heinz Krähenbühl zum Kutteln-Bankett: «An unserem Anlass ist grundsätzlich jedermann willkommen. Man muss sich aber vorgängig frühzeitig melden. Da die Gästezahl im Clubhaus limitiert ist, können wir maximal 96 Anmeldungen berücksichtigen.» Es gibt Regeln, an die sich alle halten müssen. Wer sich zum Beispiel weder an- noch abmeldet, darf sich dann «ex-Kutteln-Bankett-Teilnehmer» nennen.
1998 wurde am Stammtisch bei Maria und Ferdi Hummel im Restaurant Höfli über dem Städtli Aarburg die Idee «Kuttelnessen» geboren und noch im gleichen Jahr in die Tat umgesetzt. Bis im Jahr 2008 gab es zehn gut besuchte Bankette im «Höfli» bevor der «Umzug» ins NCA-Vereinshaus erfolgte. Am «Chochchessi» stand jeweils der bis in die Haarspitzen motivierte Hobbykoch und Oftringer Malermeister René Lehmann. Leider verstarb René Lehmann am 10. Juni 2013 im Alter von erst 69 Jahren – vier Tage zuvor hatte er sich noch seine Kochschürze umgebunden und die Kutteln fürs Bankett zubereitet. Aufgeben oder weitermachen lautete dann die Frage. Nach Heinz Krähenbühls Absprache mit Renés Ehefrau und Familienmitgliedern wurde gemeinsam beschlossen, Renés absolute Herzenssache am Leben zu erhalten.
Mehrere Stunden dauerte die Zubereitung in den Eisenpfannen auf Gasbrennern von Chefkoch «Röifu» Wullschleger und seines «Gesellen» Bruno Muntwyler. 75 kg Kuhmagenstreifen, dazu 10 kg gebleichter Lauch, 10 kg Tomatenpurée, Zwiebeln, diverse Gewürze, nicht zu wenig Kümmel und zehn Liter Weisswein ergaben die Leibspeise.
Um die Fixkosten zu decken, wurde ein Obolus von 20 Franken verlangt. Grosszügig zeigten sich mehrere Sponsoren, die dem 100er-Club angehören und einen «Blauen» investierten. Als «Dividende» gabs Salat, Kutteln à discrétion, Brot und eine XXL-Crèmeschnitte, offeriert vom Rothrister Hanspeter Sommer. Übrigens: Das 27. Kutteln-Bankett findet am Freitag, 14. Mai 2027, wieder am Freitag vor Pfingsten, statt. Schon jetzt ist die Vorfreude gross.
Bruno Muntwyler
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