Sonja Nauer-Mäder
referierte zum Thema «Depression im Alter – erkennen, ansprechen, begleiten»
Die Feuerwehr Seon-Egliswil zeigt an ihrer öffentlichen Hauptübung am Samstag, 17. Oktober, in Egliswil, was im Ernstfall zählt. Kommandant Philipp Gloor spricht über realitätsnahe Übungen, neue Herausforderungen und die Bedeutung einer gut ausgebildeten Mannschaft.
Herr Gloor, am Samstag, 17. Oktober, findet die Hauptübung der Feuerwehr Seon-Egliswil in Egliswil statt. Was erwartet die Besucherinnen und Besucher?
Ein abwechslungsreicher und spannender Nachmittag sowie die Möglichkeit, die Arbeit der Feuerwehr hautnah mitzuerleben.
Gibt es für die Bevölkerung die Möglichkeit, selbst etwas auszuprobieren und mit Ihren Feuerwehrleuten ins Gespräch zu kommen?
Ja, im Anschluss an die Einsatzübung erhalten die Besucherinnen und Besucher an diversen Posten die Gelegenheit, aktiv teilzunehmen und das Einsatzmaterial selbst zu testen.
Wie viel weiss die Mannschaft im Voraus über die Übung, und wie nahe kommen die Bedingungen einem Ernstfall?
Für den Grossteil der Mannschaft ist die gesamte Übung auch eine Überraschung. Es ist stets das Ziel, eine Einsatzübung möglichst realitätsnah zu gestalten. Im Mittelpunkt steht aber konsequent die Sicherheit der Feuerwehrangehörigen sowie natürlich der Zuschauerinnen und Zuschauer. Dieses Jahr wird auch der Wasserknappheit bei allen Übungen grösste Beachtung geschenkt.
Welche Vorbereitungen verursachen bei einem solchen Anlass besonders viel Aufwand, den die Zuschauer kaum wahrnehmen?
Meist ist die Suche nach einem passenden Übungsgelände für das geplante Szenario eine der grossen Herausforderungen. Auch die Sperrung von Strassen an einem Samstagnachmittag ist aufgrund der gestiegenen Verkehrsdichte zunehmend schwierig. Ebenfalls ist die Durchführung von Blaulichtfahrten zu Übungszwecken auf offenen Verkehrsachsen nicht mehr gestattet. Eine weitere Herausforderung ist es, alle Abteilungen sinnvoll in das Übungsszenario einzubeziehen.
Wie fällt Ihre bisherige Einsatzbilanz für 2026 hinsichtlich der Anzahl und Art der Einsätze aus?
Die Anzahl und Art der Einsätze liegen bislang innerhalb der üblichen Einsatzbilanz. Trotz der akut trockenen Lage mussten wir keine grossen Brandereignisse bewältigen. Dies ist auch der Bevölkerung zu verdanken, welche den Weisungen der Behörden Folge geleistet und somit einen bedeutenden Beitrag dazu geleistet hat.
Welche Entwicklungen in Seon und Egliswil erfordern Anpassungen bei der Ausbildung oder Ausrüstung Ihrer Feuerwehr?
Die Gemeinden Seon und Egliswil sind stark am Wachsen. Durch die verdichtete Bauweise ergeben sich Einschränkungen bei der Zufahrt beziehungsweise Zugänglichkeit grosser Wohnanlagen und Quartierstrassen, obwohl gesetzliche Vorgaben dies regeln. Aus diesem Grund halten wir am Konzept der Anhängeleiter fest. So können zum Beispiel auch Rasenflächen oberhalb von Tiefgaragen befahren werden. Aus der gleichen Überlegung heraus wurde in diesem Jahr die zweiteilige Schiebeleiter aus dem Jahr 1971 durch eine dreiteilige Schiebeleiter mit Stützen ersetzt.
Wie steht die Feuerwehr Seon-Egliswil zurzeit personell da?
Personell sind wir auf Kurs. Zurzeit dürfen wir auf ca. 100 aktive Feuerwehrleute zählen.
Wie gelingt es Ihnen, neue Mitglieder zu gewinnen und erfahrene Feuerwehrleute langfristig zu halten?
Wir führen jährlich Informationsveranstaltungen durch, gestalten ein ansprechendes Übungsprogramm und fördern die Ausbildung von Kader und Feuerwehrangehörigen mit Spezialaufgaben im jeweiligen Fachgebiet entsprechend ihrem beruflichen Hintergrund.
Was motiviert Sie persönlich, die Verantwortung als Kommandant zu übernehmen?
Ich möchte die Feuerwehr weiterentwickeln, gute Rahmenbedingungen schaffen und sicherstellen, dass wir für kommende Herausforderungen bestmöglich vorbereitet sind.
Sie haben das letzte Wort.
Ein ganz grosser Dank geht an die gesamte Mannschaft. Ich bin sehr stolz auf die Leistung, die jederzeit erbracht wird. Ein weiterer Dank gilt der Bevölkerung von Seon und Egliswil für ihre Unterstützung und Zustimmung. Ich lade alle ganz herzlich ein, am Samstag, 17. Oktober, die Hauptübung 2026 zu besuchen.
Interview: Adrian Oberer
- - -
Lade Fotos..