Sonja Nauer-Mäder
referierte zum Thema «Depression im Alter – erkennen, ansprechen, begleiten»
Das Areal Heidegraben zwischen der Aarauer- und der Lenzburgerstrasse in Seon soll entwickelt werden. Mit der Auflage des Gestaltungsplans startet nun das Mitwirkungsverfahren.
Seon Wer mit offenen Augen durch die Gemeinde geht, sieht: Seon wächst und wächst. Mit dem Areal Heidegraben nimmt ein weiteres grosses Entwicklungsprojekt langsam Form an. Das im Spickel zwischen der Aarauer- und der Lenzburgerstrasse sowie Seetalbahnlinie gelegene Areal wird heute hauptsächlich gewerblich genutzt, soll künftig aber stärker als Wohnraum dienen.
Am 10. September präsentierten die Gemeinde Seon und das Planerteam den Gestaltungsplan, welcher festlegt, wie das Gebiet in Zukunft bebaut werden soll. Rund 30 Seonerinnen und Seoner lauschten an diesem Donnerstagabend den Ausführungen in der Kulturhalle.
Entlang der beiden Strassen sind im Richtprojekt längliche Baukörper vorgesehen, deren Silhouette auf der Seite der Aarauerstrasse durch einen Knick und auf der anderen Seite durch einen Versatz zwischen den Gebäudeteilen (vgl. Bild links) aufgebrochen wird. Auf der Innenseite entsteht dadurch ein grosser begrünter Innenhof. Diese Anordnung bringe den Vorteil, dass sämtliche Wohnungen auf die Hofseite ausgerichtet werden können, wodurch die Lärmbelastung durch die Bahn und die beiden Hauptstrassen deutlich reduziert werde, wie das Planungsteam ausführte. Dank eines neuen Fussgängerstreifens über die Aarauerstrasse, welchen der Kanton aktuell plane, soll das Areal auch für Fussgänger besser erschlossen werden.
Neben der Artemis Immobilien AG, welche das Entwicklungsprojekt vorantreibt, besitzen auch die Tectron AG sowie eine Seoner Familie je eine Parzelle innerhalb des Perimeters. Da, wie während der Präsentation ausgeführt, keine der beiden Parteien eine kurzfristige Absicht für die Entwicklung ihres Grundstücks hat, wird das Bauprojekt etappenweise erfolgen. Als frühestmöglicher Bezugstermin für die erste Etappe wird das Jahr 2031 genannt.
Der Gestaltungsplan ermöglicht eine deutlich dichtere Bebauung, als es die geltende Bau- und Nutzungsordnung regulär zulässt: Statt drei Vollgeschossen sind bis zu vier möglich, jeweils zuzüglich Attika. Die Ausnützungsziffer steigt von 0,8 auf 1,38. Im Endausbau sieht das Richtprojekt entsprechend 74 2.5- bis 4.5-Zimmer-Wohnungen vor. Gemäss Planungsbericht könnte so Wohnraum für rund 160 Menschen entstehen. Die gesamte Gewerbefläche wird derweil auf die Tectron-Parzelle konzentriert.
Aus dem Publikum kamen Fragen zur Verkehrssicherheit, insbesondere zum Schutz von Kindern. Auf der Seite der Aarauerstrasse soll eine bepflanzte Böschung das Wohngebiet von der Hauptstrasse trennen. Hin zur Seetalbahn sei sicherlich ein Zaun notwendig. Letzterer sei aber in dieser Planungsphase noch nicht abschliessend festgelegt, erklärte Florian Sturzenegger von der Planar AG, die das Planverfahren begleitet.
Was mit der Mobilfunk-Antenne passiere, wollte ein Anwesender ebenfalls wissen. Wie Marc Zimmermann von der Artemis Immobilien AG ausführte, ende der Vertrag mit der Swisscom beim Rückbau des entsprechenden Gebäudes. Ob und wo eine neue Antenne entstehen werde, sei derzeit offen.
Der Gestaltungsplan befindet sich derzeit in der kantonalen Vorprüfung. Parallel dazu läuft das Mitwirkungsverfahren: Die Seoner Bevölkerung kann dem Gemeinderat bis zum 12. Oktober Anregungen und Verbesserungsvorschläge einreichen. Die Rückmeldungen werden anschliessend geprüft und bei der Überarbeitung des Entwurfs berücksichtigt.
Von Adrian Oberer
Lade Fotos..