Tobias Leuthard
Rückblick auf zwei Amtsperioden als Gemeindepräsident von Küttigen
Bewegte Worte, ein Moment der Stille – und dann der Fokus auf Lenzburg: Andreas Schmid präsentierte am Neujahrsempfang seinen Ausblick auf die kommende Legislatur.
Lenzburg Der verheerende Brand in Crans-Montana überschattete auch in Lenzburg den Neujahrsempfang vom vergangenen Sonntag, 4. Januar. Hörbar berührt sprach Andreas Schmid bei seinem ersten Auftritt als Lenzburger Stadtammann den Betroffenen und ihren Angehörigen sein Beileid aus, ehe er gemeinsam mit den anwesenden Lenzburgerinnen und Lenzburgern zu einem Moment der stillen Anteilnahme innehielt.
Trotz der tragischen Ereignisse im Wallis sollte am Neujahrsempfang anschliessend der Fokus wieder auf Lenzburg liegen. Ganz im Sinne des geladenen Redners Urs Kohler, Direktor von GastroAargau, präsentierte Stadtammann Andreas Schmid das «Menü Lenzburg», seinen Ausblick auf die anstehende Legislatur: «Wir haben drei Michelin-Sterne in Lenzburg. Da muss es unser Anspruch sein, diese auch als Stadt zu holen.» Zentral dafür sei, dass die Stadt Lenzburg als verlässliche Partnerin auftrete, zeigte sich der Stadtammann überzeugt. «Wir müssen uns darauf fokussieren, gute Rahmenbedingungen zu schaffen, damit alle Lenzburgerinnen und Lenzburger hier in ihrer Heimat Erfolg haben können.»
Zurück in der Gastro-Metapher kam Andreas Schmid noch auf die Menüs zu sprechen, welche im angebrochenen Politturnus auf der Karte stehen. Zuoberst steht dabei das Bahnhofsprojekt. «Die Weiterentwicklung, nicht der Abschluss. Noch lange nicht», präzisierte Schmid sogleich. Zumindest die Arbeiten an der Bahnanlage sollen ja dieses Jahr starten. Weitere stehen auf der Karte der Ratshausküche die Arealentwicklungen «Aabach Nord», «Müli-Märt» und «Artoz» sowie die damit zusammenhängende Teilrevision der Bau- und Nutzungsordnung, die Planung des neuen Schulstandorts und diverse kleinere und grössere Infrastrukturprojekte, um nur einige zu nennen. Schlussendlich seien es aber der Einwohnerrat und das Volk, die darüber entscheiden, was gekocht und wo vielleicht noch einmal nachgewürzt werden muss.
Nach dem Stadtammann sprach schliesslich Gastredner Urs Kohler zu den zahlreich erschienen Gästen. Kohler ist Direktor des am Lenzburger Dammweg angesiedelten Verbands GastroAargau. Zur Stadt hat er eine ganz besondere Beziehung: Anfang der 80er-Jahre absolvierte Urs Kohler im Lenzburger Ochsen seine Kochlehre.
Nachdem er zu Beginn seiner Rede standesgemäss eine Lanze für die Ausbildungsberufe im Gastro-Bereich und den Einsatz der hiesigen Wirtinnen und Wirte brach, nutzte er die Bühne des Neujahrs-emfpangs schliesslich, um die Anwesenden zum regelmässigen Besuch in den lokalen Gaststuben zu animieren. Restaurants verzeichneten immer weniger Gäste und dennoch sei der Aufschrei dann gross, wenn ein Betrieb schliesse. «Daher ist mein Neujahrsvorsatz klar: Weniger jammern und mehr ausgehen. Gehen Sie essen, trinken Sie einen Kaffee oder besser gerade zwei! Gehen Sie aus und erleben Sie etwas.»
Musikalisch begleitet wurde der Neujahrsanlass im Alten Gemeindesaal von der Musikschule Lenzburg. Anouk Borer und Julia Brockway standen jeweils begleitet von Gesangslehrerin Andrea Hofstetter am Piano als Solosängerinnen auf der Bühne. Jonathan Widmer gab zudem, unterstützt durch Lehrer Helmuth Waldis, zwei Stücke auf der Gitarre zum Besten. Für ihren Einsatz überreichte ihnen Andreas Schmid zum Abschluss je ein kleines Präsent, ehe die Gäste zum anschliessenden Apéro unter den Arkaden eingeladen waren.
Von Adrian Oberer
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