Regula Stirnemann
organisiert ab dem Januar 2026 den Kurs «Ladies Mountainbiketechnik 55+»
Am Niklaus-Thut-Schwinget letzten Sonntag schwang einer klar obenauf. Sinisha Lüscher setzte sich bei den Aktiven als einziger in allen sechs Gängen durch und verliess als verdienter Sieger den Platz.
Zofingen Im Gegensatz zum Frauen- und Meitlischwinget am Vortrag hielt der Himmel seine Schleusen letzten Sonntag dicht und bescherte den Schwingern wie auch den rund 1800 Zuschauenden bei der mittlerweile 37. Niklaus-Thut-Schwinget auf der Schulhauswiese angenehmes Wetter. 48 aktive Schwinger und 159 Jungschwinger in vier Jahrgängen boten attraktiven Schwingsport hautnah.
Ein Schwinger schwang wahrlich obenauf und zeigte bereits im ersten Gang mit einem raschen 10-Punkte-Sieg gegen Samuel Schmid, dass er in hervorragender Form ist. In der Folge dominierte der 19-jährige Sinisha Lüscher das Teilnehmerfeld und bezwang der Reihe nach Aaron Rüegger (9.75 P.), Kaj Hügli (9.75 P.), Roger Erb (10 P.) und Adrian Reinhard (9.75 P.), alles erfahrene Kranzschwinger. Dass dieses Mal kein Eidgenosse am Start war, tat diesem Erfolg überhaupt keinen Abbruch.
Mit einem Vorsprung von eineinhalb Punkten auf seine Verfolger Justin Schmid und Samuel Schmid stand Lüscher nach fünf Gängen schon als Sieger fest. Der sechste Gang mischte die Karten neu. Samuel Schmid verlor gegen Roger Erb und Justin Schmid zog dank seines Sieges über Moritz Buchmann überraschend ins Finale ein.
Im Schlussgang hatte Schmid Sinisha Lüscher nicht viel entgegenzusetzen. Mit einem Kurz brachte Lüscher Schmid zu Boden und setzte gleich mit voller Kraft nach. So konnte er sich nach nur 46 Sekunden als Sieger des Niklaus-Thut-Schwinget 2025 feiern lassen. Herzliche Gratulation an Sinisha Lüscher für seinen vierten Regionalfestsieg in seiner noch jungen Schwingerkarriere bei den Aktiven.
Der kleine Finger, den er sich an der Weissenstein Schwinget vom 19. Juli ausgerenkt hatte, hielt der Belastung offenbar stand. Nun darf man gespannt sein, was am ESAF 2025 in Mollis Ende August für den 19-Jährigen so alles drin liegt.
Sehr zufrieden mit dem Sonntag zeigte sich auch Martin Anderegg, OK-Präsident und Präsident des Schwingklubs Zofingen und Umgebung. Es habe alles gepasst und mit den gut 1800 Zuschauenden sei der Rekord vom letzten Jahr nochmals überboten worden. Trotzdem bleibe die familiäre Atmosphäre der Niklaus-Thut-Schwinget erhalten und es sei ein Schwingfest für die ganze Familie.
Neben den spannenden Duellen in den fünf Sägemehlringen, sorgten der Zofinger Jodlerklub Edelweiss sowie die Alphörnler und die Johanniter-Treichler aus Reiden für die passende Unterhaltung. Hunger und Durst stillte die leistungsfähige Festwirtschaft.
Von Olivier Diethelm
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