Tobias Leuthard
Rückblick auf zwei Amtsperioden als Gemeindepräsident von Küttigen
Die Stadt Zofingen feierte diese Woche ihren neuen Grossratspräsidenten Urs Plüss. Neben der Ehrung durch langjährige Weggefährten und Freunde kam ihm zudem eine besondere Würdigung in luftiger Höhe zuteil.
Zofingen Am vergangenen Dienstagabend herrschte reges Treiben bei der offenen Markthalle im Herzen der Zofinger Altstadt. Kein Wunder; es gab Grund zur Feier: Die Thut-Stadt stellt schon zum achten Mal das Präsidium des Grossen Rates. Das höchste parlamentarische Ehrenamt des Kanton Aargau wird in diesem Jahr von Urs Plüss bekleidet. Der Ur-Zofinger amtet seit 2013 für die EVP im Grossen Rat und hatte zuletzt das Vizepräsidium inne.
Stadtpräsident André Kirchhofer wandte sich in einer kurzen Ansprache an Plüss. Er lobte sein langjähriges Engagement und zeigte sich überzeugt, «dass Urs dieses Amt bravourös meistern und aus schwierigen Situationen wie ein Held hervorgehen wird».
Stadtrat Patrick Siegrist hiess in seiner Rede alle Gäste, darunter Landammann Stephan Attiger, herzlich willkommen – zeigte sich zugleich aber «skeptisch», ob Urs Plüss mit seiner Wahl wirklich der höchste Aargauer sei. Die Bezeichnung verlange doch noch nach etwas handfesterem. Das just vorgefahrene Einsatzfahrzeug der Stützpunktfeuerwehr Zofingen mit einer 30-Meter-Drehleiter liess wohl nur noch wenig Interpretationsspielraum.
So ging es für Urs Plüss in schwindelerregende Höhen: Die Luft dürfte bei den Minustemperaturen am Boden wohl noch etwas kälter und vor allem dünner gewesen sein. Der höchste Aargauer: politisch wie wohl auch physisch.
Trotz eisigen Temperaturen fand Urs Plüss am Boden noch wärmende Worte. Er bedankte sich bei allen Anwesenden für das Ausharren in der Kälte und den umso wärmeren Empfang. «Besser als ihr Zofinger kann das niemand», strahlte der neue Grossratspräsident. Und er versicherte: Er meine diese Worte «nicht wie ein Trump», sondern ehrlich und aufrichtig.
Joel Dreier
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