Tobias Leuthard
Rückblick auf zwei Amtsperioden als Gemeindepräsident von Küttigen
Das Wildegger Velonetz soll sicherer werden.
Symbolbild: Julien Rondez - stock.adobe.com
Kanton und Gemeinde prüfen mehrere Linienführungen, um die Veloverbindungen im Raum Bahnhof Wildegg sicherer und durchgängiger zu machen. Im Fokus stehen insbesondere die Querung der SBB-Gleise und der Bruggerstrasse. Erste Ergebnisse sollen bis Sommer 2026 vorliegen.
Möriken-Wildegg In Wildegg weist das kantonale Velonetz verschiedene Schwachstellen auf, besonders rund um den Bahnhof. Ein Projektteam mit Vertretenden der Gemeinde Möriken-Wildegg, der SBB und des Kantons arbeitet seit Sommer 2025 an Lösungen, um die Situation langfristig zu verbessern, wie das kantonale Departement Bau, Verkehr und Umwelt Ende vergangenen Jahres in einer Medienmitteilung schrieb. Ziel sei es, Schwachstellen im Bereich des Bahnhofs zu entschärfen und eine durchgehend befahrbare Verbindung für den Veloverkehr zu ermöglichen.
Verschiedene Rahmenbedingungen stellen demnach hohe Anforderungen an die Planung. Genannt werden unter anderem Schutzbestimmungen in den Gewässerräumen von Aare, Aabach und Bünz, Vorgaben des Denkmalschutzes, dichte Überbauungen, ein stark belastetes Kantonsstrassennetz sowie betriebliche und bauliche Anforderungen der SBB. Die Arbeiten würden deshalb eng mit den betroffenen Fachstellen abgestimmt, organisierte Verbände seien ebenfalls in den Prozess eingebunden.
Ausgehend von möglichen Querungsstellen der Gleise habe das Projektteam verschiedene Linienführungen beidseits des Bahndamms zusammengetragen. Als mögliche Orte für die Gleisquerung gelten laut Mitteilung die heutige Jurastrasse – für den Fall, dass diese später durch eine Umfahrung vom motorisierten Individualverkehr entlastet wird – der Bereich des alten Jowa-Kanals sowie die Option einer neuen Gleisunter- oder Gleisüberführung nördlich des Bahnhofs.
Auf der Ostseite würden zudem Verbindungen auf oder entlang der Jurastrasse sowie durch das Gebiet Hinterwildegg geprüft. Für die Querung der Bruggerstrasse stünden dabei sowohl oberirdische als auch unterirdische Lösungen zur Diskussion.
Die Projektsteuerung mit Vertretungen aus dem Gemeinderat Möriken-Wildegg, SBB-Infrastruktur sowie den kantonalen Abteilungen Tiefbau und Verkehr habe zehn Varianten definiert, die als grundsätzlich machbar beurteilt würden. Diese Varianten werden laut Medienmitteilung vertieft untersucht und anschliessend bewertet. Kriterien für die Bewertung sind demnach unter anderem Direktheit, Attraktivität, Sicherheit, Kosten und Umsetzbarkeit. Bis Sommer 2026 soll eine Auswertung vorliegen, die je nach Szenario aufzeigt, welche Variante als beste Lösung gilt.
Die langfristigen Möglichkeiten seien massgeblich davon abhängig, ob und wie eine Umfahrung Möriken-Wildegg realisiert wird. Weil entsprechende Untersuchungen noch laufen, arbeite die Velostudie mit verschiedenen Szenarien.
Unabhängig davon prüft der Möriken-Wildegger Gemeinderat eine provisorische Streckenführung. Diese soll auf das Schuljahr 2027/28 für die Schülerinnen und Schüler des neuen Oberstufenschulhauses in Wildegg eine sichere Veloverbindung ermöglichen.
aob/pd
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