Korpskommandant/CdA Benedikt Roos
Der Chef der Armee diskutierte in Lenzburg die aktuelle Sicherheitslage der Schweiz
Der Lenzburger Anschieber Amadou Ndiaye gewann an den Olympischen Spielen in Milano- Cortina die Bronzemedaille im Viererbob. Am Dienstag, 24. März, bereitete ihm die Stadt Lenzburg einen feierlichen Empfang auf dem Metzgplatz.
Lenzburg So schnell sie in ihrem Bob auch durch den Eiskanal gezischt sein mögen: Gegen den Stau am Feierabend auf den Schweizer Autobahnen kommen selbst Olympia-Bronzegewinner nicht an. Die Vorfreude der zahlreich zum Empfang ihres Olympioniken Amadou Ndiaye erschienenen Lenzburgerinnen und Lenzburger schmälerte dies aber keineswegs. Umso weniger als Stadtammann Andreas Schmid auf dem Metzgplatz verkünden durfte, dass neben Ndiaye auch seine drei Teamkollegen der Einladung nach Lenzburg gefolgt waren. Zu viert schritten Amadou Ndiaye, Michael Vogt, Andreas Haas und Mario Aeberhard schliesslich angeführt durch die Stadtmusik die Rathausgasse hinauf, ehe sie in der Leuengasse auch von spalierstehenden Lenzburger Nachwuchssportlern willkommen geheissen wurden.
Nach je einem Ständchen der Stadtmusik und der Tambouren richteten sich die Blicke schliesslich auf die Bühne vor den Arkaden. Dort wollte Stadtammann Schmid zu Beginn von Amadou Ndiaye wissen, ob der Lenzburger Senkrechtstarter seine Erfolge bereits habe verarbeiten können. Immerhin sei die Olympiamedaille bereits das dritte Edelmetall in seiner zweiten Saison. «Es ist schon etwas surreal, dass es so schnell so weit nach vorne ging», meinte der 23-jährige Anschieber. Sehr schön seien aber die vielen Gratulationen gewesen, die er in den Tagen nach Olympia erhalten habe. Auch wenn er in der Stadt unterwegs sei, sprechen ihn immer wieder Leute an, um ihm zu gratulieren.
Rückblickend auf die Spiele im Februar streichen die vier Athleten besonders die gute Stimmung im Team heraus. «Wir verbringen im Winter sehr viel Zeit miteinander. Da muss man untereinander gut zurechtkommen», stellte etwa Pilot Michael Vogt fest. Das sei in diesem Team absolut der Fall, jeder gebe alles für die anderen.
Mehrfach betonte Amadou Ndiaye seine Verbundenheit zur Stadt. Er sei stolz, Lenzburger zu sein. So hat auch seine sportliche Karriere in Lenzburg ihren Anfang genommen. Als Andreas Schmid von ihm wissen wollte, was Lenzburg denn tun müsste, um noch mehr Spitzensportler hervorzubringen, war Ndiayes Antwort klar: «Die Sportanlage Wilmatten könnte etwas Pflege gebrauchen. Ich wäre sicher froh, das nächste Mal dort eine bessere Tartanbahn zu sehen.» Ob der Stadtammann das wie bestellt liefern kann, ist noch offen. Einig waren sich die beiden aber in einem: «Wenn wir eine neue Bahn angehen, muss sie nachher aber blau sein.»
Bevor sich Amadou Ndiaye sichtlich gerührt bei den Anwesenden und einigen seiner Weggefährten für die Unterstützung bedankte und der Abend mit Autogrammstunde und Apéro ausklang, richtete er noch ermutigende Worte an die anwesenden Kinder und Jugendlichen: «Wenn ihr etwas unbedingt erreichen wollt, lasst euch nicht davon abbringen und zieht es durch. Egal, was ihr gemacht habt, rückblickend werdet ihr stolz darauf sein, wenn ihr alles gegeben habt.»
Von Adrian Oberer
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