Korpskommandant/CdA Benedikt Roos
Der Chef der Armee diskutierte in Lenzburg die aktuelle Sicherheitslage der Schweiz
Die Wohnbaugenossenschaft Lenzburg nimmt in diesem Jahr mehrere grosse Sanierungs- und Bauprojekte in Angriff. Betroffen sind Immobilien an der Ringstrasse Nord und Fünflindenstrasse in Lenzburg sowie das Areal Eichi in Niederlenz.
Lenzburg Die Wohnbaugenossenschaft Lenzburg (WGL) investiert in diesem Jahr massiv in ihr Portfolio. Gleich zwei Sanierungs- und ein Bauprojekt stehen für 2026 auf der Agenda. Im Fokus der Sanierungsarbeiten steht besonders die energetische Aufbereitung der eigenen Liegenschaften.
Seit Jahresbeginn laufen die Vorbereitungsarbeiten an der Ringstrasse Nord 11/13/15. Das Hochhaus im Besitz der WGL ist bereits seit längerer Zeit von einem Baugerüst eingefasst; dahinter ist die charakteristische, bunte Fassade bereits verschwunden. Zentraler Bestandteil der Arbeiten, welche rund 9,5 Millionen Franken kosten werden, ist die energetische Sanierung der Gebäudehülle inklusive Fassade, Fenster und Balkone. Werden die Bauarbeiten wie geplant Ende Jahr abgeschlossen, wird das Hochhaus auch in einem neuen Look daherkommen: Gemeinsam mit dem Lenzburger Künstler Alain Mieg wurde ein neues Farbkonzept erarbeitet (Visualisierung).
In den Wohnungen gibt es neue Küchen und Badezimmer, auch eine Auffrischung der Wohnräume steht an. In die Jahre gekommen ist zudem die Haustechnik: Elektro- und Sanitärinstallationen müssen teilweise ersetzt oder aufbereitet werden. Die Vorabklärungen hätten zudem gezeigt, dass auch in Sachen Erdbebensicherheit und Brandschutz Handlungsbedarf besteht.
Die Wohnungen sind während der Bauzeit natürlich nicht bewohnbar. Zu einer kurzfristigen Leerkündigung, wie es bei Projekten andernorts immer wieder in den Medien zu lesen ist, führt die Sanierung aber nicht. «Die Mieterschaft weiss bereits seit vier bis fünf Jahren, dass wir 2026 diese Sanierung angehen wollen», sagte WGL-Vizepräsidentin Beatrice Taubert, die für die SP auch im Lenzburger Stadtrat sitzt. Durch die frühe Kommunikation des Vorhabens sei es möglich gewesen, für alle Mieterinnen und Mieter eine Anschlusslösung zu finden. Die meisten seien in anderen Immobilien der WGL untergekommen.
Das zweite Sanierungsprojekt in Lenzburg betrifft das Hochhaus der Fünflindenstrasse, dessen Glasfassade ersetzt werden muss. Diese wird zunehmend zu einem Sicherheitsrisiko, da die Halterungen über die Jahre ermüdet sind. Einzelne Fassadenelemente haben sich bereits gelöst und sind in die Tiefe gefallen; es pressiert also.
Da die Fassade sowieso ersetzt werden müsse, habe man sich schliess-lich dazu entschieden, das höchste Lenzburger Wohnhaus an drei Gebäudeseiten mit einer Fassaden-PV-Anlage auszustatten, so WGL-Präsident Charly Suter. Diese soll vordergründig Strom für den eigenen Verbrauch produzieren, Überschüsse kommen im Rahmen einer lokalen Elektrizitätsgemeinschaft (LEG) den restlichen Immobilien der WGL zugute.
Ebenfalls saniert werden Fenster, Storen und die Balkonverglasungen. Im gleichen Zug wird zudem die rund 200 m2 grosse Kellerdecke neu gedämmt. Gesamthaft resultiert so eine 40-prozentige Reduktion des Energieverbrauchs. Die Sanierung wird gemäss Kostenvoranschlag rund 6 Millionen Franken teuer. Die WGL kann aber auf 415'000 Franken Fördergelder von Bund und Kanton zurückgreifen.
Eine Hürde muss das Projekt allerdings noch nehmen: Die Stadt verlangt ein Modell eines Fassadensegments im Massstab 1:1. Das zirka drei auf vier Meter grosse Modell will die Bauverwaltung Ende März vor Ort begutachten und unter anderem darüber entscheiden, wie dunkel die Solarpaneele sein dürfen. Für die Rentabilität ist dies von grosser Bedeutung: Je heller die Paneele, umso weniger Strom erzeugen diese.
Schon lange in der Pipeline war das Neubauprojekt «Eichi» in Niederlenz. Die Parzelle zwischen Stationsweg und Neumattenweg konnte von der Rusterholz AG im Baurecht übernommen werden. Für die Errichtung elf altersgerechter 2,5- und 3,5-Zimmer-Wohnungen, verteilt auf drei Gebäude, spannt die WGL mit der Genossenschaft w55plus zusammen.
Der Projektwettbewerb für die neue Überbauung fand bereits 2018 statt, verschiedene notwendig ge-wordene Anpassungen verzögerten das Bauvorhaben aber immer wieder. Der Baustart für die am Grünkorridor der ehemaligen Bahnlinie gelegene Liegenschaft ist für Mitte dieses Monats geplant.
Von Adrian Oberer
Lade Fotos..