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Urs F. Meier hat das Burghalde Museum während 42(!) Jahren als Stiftungsratspräsident geprägt. Unter seiner Schirmherrschaft erlangte das ehemals unscheinbare Heimatmuseum überregionale Strahlkraft. Nun legt er die Zügel in neue Hände.
Lenzburg Im Museum Burghalde geht eine Ära zu Ende: Urs F. Meier zieht sich nach sage und schreibe 42 Jahren als Präsident des Stiftungsrats zurück. Am vergangenen Montag wurde Meier im Barocksaal des Museums feierlich verabschiedet. «Du warst jahrelang das Rückgrat des Museums», würdigte ihn seine Nachfolgerin Kathrin Scholl-De-brunner. Seinem Willen und seiner Schaffenskraft sei es zu verdanken, dass das Museum Burghalde heute diese Strahl- und Innovationskraft habe.
Im Namen der Stadt und des fast vollzählig anwesenden Stadtrats schloss sich Stadtammann Andreas Schmid den Worten an und erinnerte sich dabei an seine eigene Kindheit. Urs Meier habe er schon als Schulkind gekannt – als jemanden, der sich für Lenzburgs Traditionen und Institutionen einsetzt. «Ich wusste zwar damals noch nicht, was eine Stiftung ist. Was ich aber wusste: Der Urs Meier, der brennt für Lenzburg.»
Für sein unermüdliches Engagement wollten die Stiftung Burghalde und die Stadt Lenzburg Meier besonders ehren. «Ein Stück Ewigkeit» wolle man ihm schenken, sagte seine Nachfolgerin. Im Treppenhaus im zweiten Stock des Museums erinnert künftig eine goldene Plakette, «unserem langjährigen Präsidenten Urs F. Meier gewidmet», an sein Wirken.
Meier bedankte sich aufrichtig für diese Ehre. Er fand aber auch es sei eigentlich «zu viel des Guten». Viel lieber sprach er über das, was ihm im Treppenhaus wirklich am Herzen liegt: «Was ganz schön ist, ist, dass ihr jetzt alle hier steht, vor unserem schönen Meiteli.» Gleich vis-à-vis hängt ein Gemälde von Clara A. Müller, das ein kleines Mädchen umgeben von Blumen zeigt. Es ist Teil einer Sammlung, die Meier gemeinsam mit Museumsdirektor Marc Seidel nach stundenlangen Verhandlungen nach Lenzburg holen konnte. Es war deutlich zu spüren: Die Kunst im Museum liegt Urs F. Meier weit mehr am Herzen als jede Ehrung seiner selbst.
Aus Lenzburgs Kulturszene verschwinden will der 83-Jährige nach seinem Rücktritt übrigens nicht. Einerseits wird er dem Museum als Ehrenmitglied weiter erhalten bleiben. Er stellte zudem in Aussicht, dass er auch in Zukunft mithelfen werde, die Tradition des Museums weiter zu erhalten.
Von Adrian Oberer
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