Tschent Vinyl
Livio Kurmann eröffnet in Niederlenz einen Schallplattenladen
Emmanuelle Antille, Angels Camp – First Songs, 2003/2004 (4-Kanal-Videoinstallation, Farbe, Ton, 17’27”).
Bild: Georg Rehsteiner
Die Ausstellung «Mehr Licht. Video in der Kunst» ist eine Kooperation von Aargauer Kunsthaus (31. Januar bis 25. Mai 2026) und Kunstmuseum Solothurn (18. Januar bis 17. Mai 2026).
Aarau Das bewegte Bild ist allgegenwärtig – zu Hause, am Smartphone, auf der Strasse. Was einst auf flimmernden Röhrenbildschirmen begann, hat sich zu einer der spannendsten Ausdrucksformen der Kunst entwickelt: Videokunst sprengt Grenzen, spielt mit Wahrnehmungen, erzählt Geschichten – mal poetisch, mal radikal.
Die zwei komplementären Ausstellungen im Kunstmuseum Solothurn und im Aargauer Kunsthaus zeigen, welche Spuren die Videokunst zum einen in der Schweiz und zum anderen in den beiden Häusern hinterlassen hat. Dabei stehen die zwei unterschiedlichen Präsentationen miteinander in Dialog und sind zugleich auf die jeweilige Institution zugeschnitten.
Die Kooperation setzt herausragende Arbeiten der Schweizer Videokunst in Szene und bringt so die reiche Vielfalt der künstlerischen Möglichkeiten im Umgang mit dem Medium von den 1960er-Jahren bis heute zur Geltung. Die Ausstellungen sind allerdings nicht als retrospektiver Überblick der Schweizer Videokunst angelegt. Vielmehr regen sie dazu an, sich mit der Technik und der ästhetischen Entwicklung des bewegten Bildes auseinanderzusetzen. Sie veranschaulichen sowohl die Veränderungen zeitbasierter Medien über die Jahre hinweg als auch die innovativen künstlerischen und konzeptionellen Ansätze, die sie geprägt haben.
Immer geht es auch um Fragen der Bildproduktion, des digitalen und analogen Materials sowie um die Rolle technischer Prozesse innerhalb künstlerischer Strategien. Teil des kuratorischen Teams sind auch Karin Wegmüller und Aufdi Aufdermauer, Gründer/innen der Videocompany in Zofingen. Sie bringen ihr langjähriges Know-how im Bereich Produktion und Technik von Videokunst in die Konzeption beider Ausstellungen mit ein.
Die Präsentationen vereinen Leihgaben aus öffentlichen wie privaten Sammlungen und werden ergänzt durch die Bestände beider Institutionen, in denen sich zentrale Werke der Videokunst befinden. Diese Auswahl umfasst jeweils auch neu produzierte Werke. Das Kunstmuseum Solothurn zeigt zudem Leihgaben aus dem Aargauer Kunsthaus und umgekehrt, wobei einige Kunstschaffende an beiden Orten mit unterschiedlichen Werken vertreten sind.
pd
Lade Fotos..