Regula Stirnemann
organisiert ab dem Januar 2026 den Kurs «Ladies Mountainbiketechnik 55+»
Gemeindeammann Urs Wiederkehr schaut auf ein erfolgreiches und gewinnbringendes Jahr für Hunzenschwil zurück.
Ich beurteile 2025 als ein erfolgreiches und gewinnbringendes Jahr für alle Einwohnerinnen und Einwohner von Hunzenschwil. Die flächendeckende Einführung von Tempo 30 auf unserem Gemeindegebiet ist ein wichtiger Schritt die Lebensqualität in Bezug auf die Lärmemission und Sicherheit zu verbessern. Es ist ein kontroverses Thema und teilweise mussten langjährige Gewohnheiten angepasst werden.
Auch die Genehmigung des neuen Parkierungsreglements mit der Abdeckung des gesamten Wohngebiets und der Einführung digitaler Bezahlmöglichkeiten ist ein wichtiger Schritt für eine moderne Gemeinde Hier erwartet der Gemeinderat mehr Parkordnung auf den Wohnstrassen, ein häufig genanntes Anliegen aus der Bevölkerung. Die Umsetzung sollte planmässig auf den 1. Januar starten.
Wenn bei einer Wahl in den Gemeinderat die Anzahl der Kandidierenden mit der Sitzzahl übereinstimmt, ist eine Wiederwahl doch ziemlich wahrscheinlich. Das ist einerseits bedauerlich, da dadurch keine Ausmarchung stattfindet, andererseits kann es als Votum der Zufriedenheit gedeutet werden. Für mich persönlich bedeutet die sehr gute Wiederwahl, dass meine engagierte und pragmatische Arbeit scheinbar geschätzt wird. Das ist Motivation und Verpflichtung für die neue Amtsperiode.
Auch ich musste mich zuerst umgewöhnen und bin froh, dass zu Beginn noch keine Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt wurden. Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt und ich halte meistens die Geschwindigkeit ein. Diese Erfahrung haben sicherlich andere Bewohner auch gemacht. Die Rückmeldungen, welche ich erhalten habe, sind überwiegend positiv – eine überfällige Entwicklung und es wäre schon lange angebracht gewesen. Die deutliche Zustimmung an der gut besuchten Gemeindeversammlung ohne anschliessendes Referendum bekräftigen diesen Eindruck.
Die Verwerfungen im Zusammenhang mit der Covid- und Energiekrise legen sich langsam. Wir schreiben wieder positive Zahlen in der Erfolgsrechnung und die Schulden wurden langsam abgebaut. Im nächsten Jahr werden rund 2 Millionen Franken investiert, praktisch vollständig selbstfinanziert, so dass die Schuldenreduktion (aktuell 2'731 Franken pro Einwohner) weitergeht. Da wir seit Jahren nicht nur Schulden reduzieren, sondern auch weiterhin investieren, sind wir mit unseren Infrastrukturen (Strassen, Werke, Bauten) auf einem akzeptablen und modernen Stand.
Eine wichtige Entscheidung steht in der Weiterentwicklung der Kreisschule Lotten mit der beabsichtigten Zentralisierung in Rupperswil an. Die Notwendigkeit einer Verbesserung der Führungs- und Personalentwicklung mit den Schwierigkeiten von drei Standorten in den Gemeinden Rupperswil, Schafisheim und Hunzenschwil ist unbestritten. Ein zentraler Neubau in der grössten Gemeinde Rupperswil ist in Planung und an der Sommergemeinde werden die Weichen für die Zukunft gestellt. Dabei stehen Investitionen in Rupperswil an, an denen sich die beiden Gemeinden Schafisheim und Hunzenschwil beteiligen. Die Weiterführung an allen drei Standorten hätte erhebliche, grosse Investitionen – nicht nur für Hunzenschwil – zur Folge und würde die Probleme eines dezentralen Standorts der Kreisschule Lotten nicht lösen.
Gemeinsam mit den Teams aus Gemeinderat und Verwaltung unsere Gemeinde für die Herausforderungen der Zukunft weiterzuentwickeln für alle Einwohnerinnen und Einwohner.
Interview: Olivier Diethelm
An der Gemeindeversammlung vom 21. November 2025 in der Alten Turnhalle Hunzenschwil dankten Gemeindeammann Urs Wiederkehr und der Gemeinderat für die Wiederwahl. 69 Stimmberechtigte waren anwesend.
Traktandum 1: Das Protokoll der Gemeindeversammlung vom 27. Juni 2025 wurde mit 68 zu 1 Stimmen genehmigt.
Traktandum 2 – Umbau Feuerwehrmagazin / Kredit 996'000 Franken: Vizeammann Urs Gall erläuterte sieben Gründe, weshalb das 1990 erbaute Magazin heutigen Anforderungen nicht mehr entspricht. Der Umbau bringe bessere Hygiene durch Schwarz-Weiss-Trennung, moderne Infrastruktur für Frauen und Männer, effizientere Abläufe und ein klares Zeichen der Wertschätzung gegenüber der Feuerwehr. Daniel Gygax stellte die konkreten baulichen Massnahmen vor. Das Kreditbegehren wurde einstimmig angenommen.
Traktandum 3 – Anpassung Gemeinderatsbesoldungen: Hunzenschwil ist von 3523 Einwohnern (2012) auf 4495 gewachsen. Laut Bericht der Gemeindeammänner-Vereinigung liegen die Entschädigungen im Mittelfeld vergleichbarer Gemeinden. Da die letzte Anpassung 2013 erfolgte und der Aufwand deutlich gestiegen ist, beantragte der Gemeinderat eine moderate Erhöhung. Der Antrag wurde mit 60 Stimmen gutgeheissen.
Traktandum 4 – Budget 2026 / Steuerfuss 102 %: Das operative Ergebnis beträgt 282'900 Franken. Geplant sind Investitionen von 1,983 Mio. Franken, der Fiskalertrag beträgt 11,9 Mio. Franken. Die Schulden steigen leicht um 128'000 Franken. Aufwand (+3.21 %) und Ertrag (+3.8 %) steigen moderat. Obwohl das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit weiterhin leicht negativ ist, resultiert dank positiven Finanzierungsergebnisses ein Plus. Ab 2028 sollen die betrieblichen Ergebnisse positiv werden. Das Budget mit gleichbleibendem Steuerfuss wurde mit 65 Ja-Stimmen ohne Gegenstimme angenommen.
Traktandum 5 – Verschiedenes:
Fussgängerstreifen: Für die Fussgängerquerungen beim Denner sowie beim «Kastanienbaum» (Anfrage für Ampel statt Lotsendienst) laufen beim Kanton entsprechende Gesuche; Rückmeldungen stehen aus.
Zur Kreisschule Lotten informierte der Gemeinderat über die Weiterentwicklung. Aufgrund des Bevölkerungswachstums um rund 4000 Personen bis 2040 benötigen die Gemeinden Rupperswil, Hunzenschwil und Schafisheim mehr Schulraum. Eine Arbeitsgruppe prüfte zentrale und dezentrale Lösungen. Ein zentraler Standort erleichtert die Zusammenarbeit der Lehrpersonen, ermöglicht einheitliche pädagogische Konzepte und stärkt das Gemeinschaftsgefühl.
Als Standort wurde Rupperswil gewählt, wo drei geeignete Areale bestehen. Die Kosten für einen Neubau liegen bei rund 30 Mio. Franken, davon 15 Mio. für Rupperswil sowie 15 Mio. für Hunzenschwil und Schafisheim zusammen – verteilt nach der prognostizierten Schülerzahl 2040. Für Hunzenschwil ergeben sich beim zentralen Modell Kosten von 7.64 bis 8.35 Mio. Franken. Die heutigen Oberstufenräume würden danach der Primarschule dienen und deren Platzbedarf decken.
Bliebe alles wie gehabt mit drei separaten Standorten, Der Status quo mit drei Standorten in drei Gemeinden würde Investitionen von etwa 40 Mio. Franken erfordern. In Hunzenschwil würde ein separater Ausbau für Oberstufe, Primarschule und eine dritte Turnhalle 15 bis 16 Mio. Franken kosten. Bis zum Bezug des neuen Schulhauses 2032/33 werden aber temporäre Modulbauten nötig. Weitere Informationen folgen im Frühling.
Zum Abschluss dankte Gemeindeamman Urs Wiederkehr allen Personen, die sich in der Amtsperiode 2026–2029 in Kommissionen engagieren. Ein besonderer Dank galt Gemeindeschreiberin Colette Hauri, für die es die letzte Gemeindeversammlung im Amt war. Sie wird 2026 als Ehrengast verabschiedet.
Lade Fotos..