Helena Hodel
begleitet im Rahmen der Palliative-Care-Begleitgruppe Sterbende
Auch in diesem Jahr konnten zahlreiche Oftringer Sportler und Funktionäre Erfolge auf dem weltweiten und nationalen Parkett feiern. Traditionsgemäss lud die Gemeinde vergangenen Freitag zur Sportlerehrung und stiess würdig auf deren Erfolge an.
Oftringen Als er selbst noch aktiver Fussballer war, habe er noch weniger Erfolge feiern dürfen, schmunzelte der frisch gewählte Gemeinderat Rifat Özkanli in seiner Ansprache. Er habe sich dann lieber umso intensiver als Schiedsrichter und Juniorentrainer beim FC Oftringen engagiert – eine Motivation, die ihm nun auch einen Platz im Gemeinderat sicherte. Durch dieses Engagement sei Özkanli erst bewusst geworden, «wie viele talentierte Sportler sich überhaupt im Dorf tummeln». Tatsächlich kam es oft zu Platzproblemen: Nicht im Clubhaus des FC Oftringen, wo die Veranstaltung stattfand, sondern auf den Power-Point-Slides: Nicht alle Erfolgsaufzählungen fanden ohne Weiteres Platz.
Bevor man sich den Erfolgen widmete, gedenkte man mit einer Schweigeminute an den verstorbenen Radballer und Gespanntfahrer Patrick Luder.
Für wenig Weissraum auf dem Bildschirm sorgte vor allem die «Kunstturnbande» des SATUS ORO. Allen voran Luca Murabito, der seine starke internationale Form mit konstanten Leistungen bestätigte. Höhepunkte bildeten die Bronzemedaille mit der Mannschaft und Silber am Sprung an der Universiade in Essen sowie weitere Spitzenresultate an den Europameisterschaften in Leipzig, am Weltcup in Kairo und beim Internationalen Turnier in Stuttgart. Den nationalen Glanzpunkt setzte er mit Team-Gold an den Schweizer Meisterschaften 2025 in Winterthur.
Auch das Duo Liano und Nico Giorgi überzeugte mit einer kontinuierlich positiven Entwicklung. Mit technisch sauberen Übungen, hoher Konstanz und Wettkampfstärke behaupten sie sich regelmässig in der nationalen Spitze und zählen im Juniorenbereich zu den besten Nachwuchsturnern der Schweiz.
Wer in Oftringen sportliche Erfolge feiert, kommt nicht um Noe Seifert herum. Er bestätigte seine internationale Spitzenklasse mit einer historischen Bronzemedaille im Mehrkampf an der Weltmeisterschaft in Jakarta. Auch an den Europameisterschaften in Leipzig überzeugte er mit Mannschaftssilber und Rang 6 im Mehrkampf. Am Weltcup in Kairo erturnte er sich Podestplätze am Barren (2.) und Reck (3.) sowie Rang 4 am Boden.
Auf nationaler Ebene dominierte er das Geschehen mit dem Mehrkampfsieg am Eidgenössischen Turnfest in Lausanne sowie dem Schweizer Meistertitel im Mehrkampf. Bereits 2024 hatte er mit Rang 7 im Mannschaftswettkampf an den Olympischen Spielen in Paris seine internationale Klasse eindrücklich unter Beweis gestellt.
Auch im Volkssport Fussball punktete Oftringen doppelt: So konnten die Juniorenteams B und C den Aargauer Cup-Pokal in die Höhe recken, die Junioren B spielen nächstes Jahr sogar höherklassig in der «Youth League».
Als Juniorentrainer weiss Rifat Özkanli bestens, dass es nicht nur den Sportler selbst benötigt, sondern einen ganzen Kreis aus Unterstützern, die den Erfolg am Schluss möglich machen. So wurden auch verdiente Funktionäre gewürdigt, wie Rachel Hunziker und Natacha Lauber vom Sportverein Oftringen. Auch die Ehrenamtlichen des Veloclubs Oftringen, allen voran Präsident René Lüscher, wurden für ihr Engagement geehrt.
Joel Dreier und Charly Zimmerli
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