Tobias Leuthard
Rückblick auf zwei Amtsperioden als Gemeindepräsident von Küttigen
Urs Affolter engagierte sich 24 Jahre in der Buchser Gemeindepolitik, davon die letzten zwölf Jahre als Gemeindepräsident.
Bild: zvg
Ende Jahr zieht sich Gemeinderpräsident Urs Affolter aus der Buchser Gemeindepolitik zurück. Ein kleiner Rückblick – nicht nur auf das auslaufende Jahr.
Ich hatte genügend Zeit, mich auf den Abschluss einzustellen und freue mich nun, das Amt meinem Nachfolger Joel Blunier zu übergeben. Das langjährige Engagement hat mir viel Freude bereitet, beinhaltete aber auch eine grosse Verantwortung. Diese weiterzugeben ist eine Erleichterung. Bestimmt fehlen werden mir aber die vielen positiven Begegnungen mit den unterschiedlichsten Menschen und die vielfältigen interessanten Projekte– so bleiben ein lachendes und ein weinendes Auge.
Die äusserst positive Zusammenarbeit und das grosse Engagement der Mitarbeitenden der Gemeindeverwaltung bei der amtsübergreifenden, partizipativen und kompetenten Erarbeitung von Projekten, wie beispielsweise dem «2. Verwaltungsstandort» oder der aktuellen «Schulraumstrategie Gysimatte», die entsprechend dem erarbeiteten Kommunikationskonzept erst kürzlich öffentlich vorgestellt wurde, behalte ich ebenfalls in bester Erinnerung.
Den Austausch mit den Buchserinnen und Buchsern habe ich immer sehr geschätzt und als bereichernd empfunden. Dabei war die Spannweite vom Fachgespräch, der politischen Diskussion, über existentielle menschliche Fragen bis zu den oft kleinen Anliegen, die im Rahmen meiner «Sprechstunde» vorgebracht wurden, sehr vielfältig und breit.
Auf der Ebene der Gemeinde können zudem konkrete Projekte in den verschiedensten Bereichen angepackt und umgesetzt werden und als Gemeindepräsident hatte ich die Chance dabei oft bereits initial mitzuwirken.
Joel Blunier hat einen Strauss von Ideen, von denen er bereits einige preisgegeben hat. Ich wünsche ihm eine gute Hand, diese zum Wohle der Gemeinde umzusetzen. Ausserdem wünsche ich ihm die nötige Ausdauer und Resilienz, die es im Amt als Gemeindepräsident braucht und natürlich viel Freude wie auch etwas Spass.
Wir konnten im vergangenen Jahr viele erfreuliche Projekte umsetzten. Der nach der Genehmigung der Bau- und Nutzungsordnung erwartete «Planungs- und Bauschub» ist eingetreten. Verschiedene Investoren führten, beziehungsweise führen, in Zusammenarbeit mit der Gemeinde, Studienaufträge als Grundlage für Gestaltungspläne durch und eine grosse Wohnüberbauung konnte als Arealüberbauung bereits baubewilligt werden. Der erweiterte Kindergarten Triesch wurde in Betrieb genommen und der Umbau der Liegenschaft Steinachermattweg für den zweiten Verwaltungsstandort ist weitgehend abgeschlossen.
Die beiden offenen Themen aus der Gesamtrevision der Nutzungsplanung, Wohnanteil Arbeitszone und Mehrwertabgabe-Reglement konnten ebenfalls abgeschlossen und erledigt werden. Für das Schulraumprovisorium Gysimatte wurde eine kostenoptimierte Lösung gefunden, so dass es im April 2026 von der Schule in Betrieb genommen werden kann.
Die Gemeindefinanzen sind nach wie vor das zentrale Thema. Sie wirken sich über die Steuern direkt auf die Befindlichkeit der Bevölkerung aus und beeinflussen sämtlich Bereiche der Gemeinde. Mit der einwohnerrätlichen Motion Truttmann für die Erarbeitung einer parteiübergreifenden, nachhaltigen Finanzstrategie wird das Thema 2026 weiter bearbeitet.
Der Ausblick auf das neue Jahr ist nicht Sache des abtretenden Präsidenten, er steht dem Nachfolger und dem neuen Gemeinderatsteam zu.
Ich danke den Buchserinnen und Buchsern für das anlässlich der Wahlen immer wieder sehr deutlich bestätigte Vertrauen und wünsche allen schöne Weihnachten, ein erfreuliches neues Jahr und der Gemeinde Buchs eine positive Weiterentwicklung!
Interview: Olivier Diethelm
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